Homeserver Teil 1: Hardware

Irgendwann kommt der ein oder andere User einmal in die Situation in der er nicht mehr ausreichend Speicherplatz zur Verfügung hat, eine zentrale Speicherstelle wünscht oder besondere Dienste benötigt, die immer und überall zur Verfügung stehen sollen.
Genau dies waren auch meine Gründe, warum ich mich entschied einen kleinen Homeserver aufzusetzen, der auch gleichzeitig als HTPC (Home Theater Personal Computer; Mediaserver) dienen soll.

Die Hardware

Server

Das Innenleben

Mainboard: Asus M4A87TD EVO
Prozessor: AMD Phenom II X4 910e
Grafikkarte: SAPPHIRE Ultimate Radeon HD 6670
Netzteil: Corsair CX 430
Arbeitsspeicher: Corsair XMS3 4 GB Kit (2x2GB)
Festplatten: 2x Seagate Barracuda 7200.12
Gehäuse: Lian Li PC-C60B
Zusätzlich: TerraTec Cinergy S2 mit CI-Modul

 

Das Gehäuse

Das Gehäuse

Das Lian Li PC-C60B ist in meinen Augen das perfekte Gehäuse, wenn man nicht auf größere ATX Mainboards verzichten möchte und viel unterbringen möchte. Es bietet 2 Festplatten-Käfige, die sich mit 4 Schrauben montieren und demontieren lassen, mit je Platz für drei 3,5″ Festplatten (in Summe also 6 Festplatten). Auf der Schiene, an dem die Käfige montiert sind, lassen sich 2,5″ Festplatten montieren, 2 auf den Festplatten-Käfigen und 1 auf dem 5,25″ Käfig, der Platz für zwei 5,25″ Devices (DVD/BD-Laufwerke) bietet.
Dabei sind auch zwei 140mm Lüfter, inklusive Staubfilter. An der Front befinden sich neben dem Power- und Reset-Knopf ein 2 USB 3.0 Ports, 1 eSata Port sowie 1 Audio In/Out.

Das Mainboard

Das Mainboard bietet einen AM3 Sockel, das AMD 850 Chipset (Northbidge) und SB850 (Southbridge), die aber allesamt mehr als ausreichend sind für den Serverbetrieb und HD-Medien. Bis zu 16GB DDR3 RAM können in den 4 Slots verbaut werden. 6x SATA Ports die RAID 0,1,5, und 10 unterstützen; 6x USB 2.0 Ports am hinteren Panel, 6x weitere USB 2.0 Ports am Mainboard (wenn z.B. am Gehäuse verfügbar), und 2x USB 3.0 Ports (ideal für das Lian Li Gehäuse) sind auch vorhanden. Nicht fehlen darf natürlich auch Gigabit Ethernet.

Der Prozessor, die Grafikkarte und der RAM

Die CPU

Der 4-Kern-Prozessor Phenom II X4 910e von AMD ist mit 2.6 GHz getaktet und ist zwar nur unter Last sparsamer als Prozessoren mit vergleichbarer Leistung, hat jedoch mit 65 Watt TDP nur wenig Abwärme und zeigte sich bei mir immer äußerst kühl und leise, selbst mit dem Boxed Kühler.

 

Die Grafikkarte

Leise ist auch das richtige Stichwort für die SAPPHIRE Ultimate Radeon HD 6670, die ist nämlich passiv gekühlt und somit entstehen keine Geräuschemissionen. Im Idle ist sie mit 40°C zwar nicht „kalt“ wie aktiv gekühlte Grafikkarten und wird auch unter Last recht warm, die vergleichbar gute Leistung und die Geräuschlosigkeit machen das aber wieder wett.

 

Die RAMs

Die Corsair XMS3 dienten zuvor in meinem Desktop PC und bieten mit 4GB genug Arbeitsspeicher für den Server. Die Kühlkörper können wegen der Größe aber störend sein wenn man einen anderen CPU-Kühler einbauen möchte. Dies hängt jedoch auch von der Position der RAMs auf dem Mainboard ab.

 

 

Das Netzteil, die Festplatten und die Belüftung

Das Netzteil

Das Corsair CX 430, bietet mit 430 Watt Leistung genug Leistung für alle Komponenten

und lässt noch ein wenig Spielraum sollten mehr als 2 Festplatten eingebaut werden.
Die Seagate Barracuda Serie hat mich, auch wenn böse Zungen anderes behaupten, nie im Stich gelassen. Die Festplatten sind sehr zuverlässig und kaum hörbar.

 

Die Belüftung

Die Belüftung ist mit den zwei 140mm meines Erachtens völlig ausreichend. Optional kann man auch noch einen weiteren 140mm Lüfter auf der anderen Seite oder am Gehäusedeckel montieren.
Sehr gute Dienste leisten auch die Staubfilter die nahezu sämtlichen Staub aus dem Gehäuse fernhalten. Nur sehr feine Staubpartikel finden sich nach mehreren Monaten Betrieb im Gehäuse, der Rest wird vom Staubfilter aufgefangen.

 

Soweit zur Hardware, in Kürze folgen mehr Details zu OS und installierter Software bzw. Dienste.

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